Die weitverbreitete Verwendung von Stahlspundwänden ist auf eine überzeugende Liste technischer Vorteile zurückzuführen:
1. Schnelle und effiziente Installation: Spundwände lassen sich mithilfe von Vibrationshämmern, Schlaghämmern oder hydraulischen Einpressverfahren schnell installieren. Dies verkürzt die Projektdauer im Vergleich zu herkömmlichen Betonstützmauern, die Aushärtungszeit benötigen, erheblich. Die Möglichkeit, sie mit minimalem Aushub zu installieren, ist insbesondere auf dicht bebauten innerstädtischen Baustellen ein großer Vorteil.
2. Hervorragendes Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht: Stahlspundwände bieten enorme Tragfähigkeit bei geringem Gewicht. Dadurch sind sie leichter zu transportieren, zu handhaben und zu montieren und bieten gleichzeitig die notwendige Widerstandsfähigkeit gegen Erd- und Wasserdruck.
3. Wiederverwendbarkeit und Nachhaltigkeit: Eine einzelne Stahlspundwand wird oft für mehrere Projekte eingesetzt. Nach Erfüllung ihres temporären Zwecks, beispielsweise in Spundwänden für Brückenpfeiler, kann sie entfernt und an anderer Stelle wiederverwendet werden. Diese Wiederverwendbarkeit reduziert Materialverbrauch und Abfall und macht sie somit zu einer umweltbewussten Wahl.
4. Platzsparende Bauweise: Spundwände sind vertikal ausgerichtet und benötigen sehr wenig Platz. Dies ist ein entscheidender Vorteil in beengten städtischen Umgebungen oder dort, wo der Landerwerb begrenzt und teuer ist.
5. Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten: Spundwände finden in zahlreichen Branchen Verwendung. Sie sind die optimale Lösung für:
Häfen und Hafenanlagen: Bau von Kaimauern und Molen.
Hochwasserschutz: Bau von Deichen und Hochwasserschutzmauern zum Schutz von Gemeinden.
Landgewinnung: Die Schaffung dauerhafter Küstenschutzanlagen für neues Land.
Tiefbau: Errichtung temporärer oder permanenter Wände für Autobahnunterführungen, Tiefgaragen und Kellerfundamente.
Umweltschutz: Einkapselung kontaminierter Standorte zur Verhinderung der Ausbreitung von Schadstoffen.